Die Ausstellung:
Der Name des Diaprojektors „Paximat“ im Innenraum der Installation ist zugleich Teil des Titels und evoziert den Gedanken an Frieden – ein Friedensapparat?
Ein Hauszelt aus den 1970er Jahren als Synonym eines glücklichen Familienurlaubsdomizils?
Ein Zelt, gedacht für den Außenraum, einer semipermeablen Membran ähnlich, wetterfest und nun im geschützten Ausstellungskirchenraum?
Alltagsgegenstände, Vehikel, Collagen, Fotografien, Briefsendungen, Klang gehen eine eigenartige multimediale Vermengung ein.
Die multimediale Inszenierung wirft Fragen nach vermeintlichen Stereotypen klassischer Familienmodelle und tradierten Rollenzuschreibungen sowie nach Sehnsuchtsmomenten der Alltagsflucht auf. Ein weiterer inhaltlicher Aspekt ist der Umgang mit Erinnerungen. Erinnerung an Vergangenes könnte trügen, sicher Geglaubtes scheint ungreifbar geworden zu sein. Neben der Familie ist auch das Zelt ein Ort und Synonym von Urlaub, Luxus, Mobiltät und spiegelt mit der Möglichkeit des sich wiederholenden Auf- und Abbaus mein Interesse am Reycling meiner Werkstücke, die ortsbezogen zu einem neuen Ganzem werden.
In der Installation wird die Beschäftigung mit dem Heim und dem Unterwegssein vielschichtig reflektiert. Das Zelt als eine der ältesten Schutzbauten in der Menschheitsgeschichte wird heutzutage eher als leichter, schnell zu transportierender Bau, mit Freiheit und Abenteuer assoziiert.
Texte:
Kunst der sanften Melancholie, Giso Westing, 23.02.2026
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Für die Liebe sterben
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