Ausstellung:

Sweet Home

Marburger Kunstverein, Marburg 2022
<
Overview:
>

Die Ausstellung:

„Das ist doch ganz gleichgültig, wie man wohnt.“ (Hans Erich Nossack)
Dass dem nicht so ist, zeigt unter anderem die Kunst. Denn Fragen und Feststellungen dazu, wie der Mensch lebt und sich in der Welt einrichtet, beschäftigen nicht nur die Soziologie, sondern auch Künstlerinnen und Künstler immer wieder. Die „Welt des wohnenden Menschen“ (Arnold Bode) spiegelt sich in allen Medien.
Die Gruppenausstellung SWEET HOME versammelt aktuelle künstlerische Interpretationen materieller Lebensumstände zwischen Konstruktion und Destruktion, Euphorie und Melancholie, Realität und Fiktion: architektonische Grundlagen des menschlichen Zusammen- und Auseinanderlebens, geprägt vom Konflikt zwischen Individualität und Norm, zwischen dem Wünschbaren und dem Machbaren. Die Kunst dokumentiert den Willen, den Begrenzungen der gebauten Umwelt Lebensqualität abzutrotzen; und sie lotet den Punkt aus, an dem die Sehnsucht nach der Idylle den Schrecken gebiert.
Malerei und Fotografie thematisieren unter anderem die Zersiedelung der Landschaft, die Zerfaserung der Städte in Randgebiete, die dortige Vereinzelung im Kollektiv und die Privatisierung des Öffentlichen. Die kritischen Blicke der Kunst auf Architekturen und Wohnverhältnisse, auf Lebensräume und -umstände belegen die Bemühungen um ein immer noch schöneres Wohnen in modernen In- und Exterieurs. Die Ausstellung berichtet von Triumph und Scheitern einer mobilen Gesellschaft bei ihren Versuchen der Sesshaftwerdung; sie widmet sich Einrichtungen, mit denen sich die Wohnenden gegen die Zumutungen der Außenwelt abzuschotten und persönliche Vorstellungen von SWEET HOME durchzusetzen suchen. Doch offenbaren die künstlerisch kommentierten Behausungen letztlich die Unbehaustheit in den Unwirtlichkeiten der individuellen Verheimatungsbestrebungen.
„… und das Wohnen bleibt im ganzen unfaßlich.“ (Botho Strauß)

mit: Ingmar Alge, Daniel Behrendt, Heinrich Mauersberger, Mathias Weis, Guido Zimmermann, Jens Gerber, Christian Andreas Müller, Joanna Schulte, Dagmar Weiss

Die Werke:

Hauszelt , seit 2021

Werkübersicht Texte





Retour/Return

Für die Liebe sterben

Für die Liebe sterben