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Installationen,
Multimedia Inszenierungen, Schwerpunkt Kunst und Raum |
| SR PAULA Installation | 2011 Schenkung an die Stiftung im Rahmen der Preisträgerausstellung Nonnenstiege, 5.Tisa von der Schulenburg-Preis, Dorsten |
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„Sr Paula“ Das Kellergewölbe des Ursulinenklosters birgt künftig ein Kunstwerk von Joanna Schulte, das den Tisa von der Schulenburg-Preis mit einer dauerhaften Hommage bereichert. Der Keller, in dem Tisa von der Schulenburg als „Sr Paula“ ihr Atelier unterhielt, hat ein sinnbildliches Pendant bekommen. Eine alte Stromleitung teilt an der Decke das räumliche Refugium in zwei optische Hälften. An ihrem Ende erleuchtet eine extrem helle Glühlampe das Gewölbe. Sich diagonal gegenüberstehend, kommunizieren zwei Teilinstallationen miteinander, die eine textuell, ein goldgesticktes poetisches Textfragment im dunklen Rahmen, die andere klingend, eine musikalische Komposition, die das Ave Maria paraphrasiert und aus zwei Möbelstücken durch den Raum zu schweben scheint, ephemer und unaufdringlich. Die Wahl dieser Möbelstücke verrät die künstlerische Methodik von Joanna Schulte, die den Betrachter in Widersprüche verwickeln und zum diskursiven Denken zwingen soll. (...) Das Gewölbe ist hell erleuchtet. Die Luziditätsmetapher ist komplex an Tradition und evoziert sofort die wesentlichen Gedankenfiguren in Religion und Philosophie. Ich skizziere diese Gedankenfiguren als die wesentlichen künstlerischen Parameter in Joanna Schultes Werk. Ihre Installation provoziert diese dialektischen Gegensätze in unserer Vorstellung. Wir werden durch das „Licht“ zur Andacht verführt und zur Erkenntnis gezwungen, dem Absoluten gegenübergestellt und gleichzeitig dem Relativen. Tatsächlich befinden wir uns aber gegenüber einer simplen 160 Watt-Glühlampe, einem Exempel der Elektrizität, nicht der Illuminationslehre. Das ist nicht ohne Ironie, wie wir gleich feststellen werden. Das Wandbild zeigt den Text in gestickten Golbuchstaben, wie mit leichter Hand geschrieben, jedoch in liebevoll aufwendiger Handarbeit konstruiert. Auch diese Setzung funktioniert ironisch. Joanna Schulte inszeniert mit „Sr Paula“ ein meisterhaftes rhetorisches Stück. Bis ins Detail werden wir in unserer Vorstellungswelt hin- und hergeworfen, im künstlerischen Spiel erhoben und ernüchtert, beseelt und erheitert. Heike Schötker Auszug aus dem Katalog, Für die Liebe sterben, Hannover 2011 |
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03 | Muttergedenken | Fotografie | 2009/2010
04 | Glücksschwelle | Licht- Klanginstallation | 2008
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06 | Oma G. | Film & Fotografie | 2010 & 2005/06
07 | Little Boxes | Multimediaobjekte | 2009/2010
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10 | Sr Paula | Installation | 2011